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Gedichte vom Christkind



Hier stelle ich euch einige Weihnachtstexte, vom Christkind, für eure privaten Zwecke zur Verfügung. Die Gedichte eignen sich hervorragend zum Vorlesen an Adventstagen.



Christkind


Winter ist's. Der Sturmwind zieht
hin mit düstrem Blasen,
müde schon der Abend sinkt
über Turm und Straßen.
Doch im traulichen Gemach
bei des Feuers Scheine
stört des Windes Sausen nicht
und sein trüb Gegreine.

Dämm'rung webt mit leiser Hand
drinnen dunkle Schleier,
goldne Lichter malt darauf
unser Kohlenfeuer;
an der Mutter Knie gelehnt,
hör ich's fröhlich knistern,
und dazwischen klingt so süß
meiner Mutter Flüstern:

Liebling, hörst du, wie der Wind
singt so wilde Lieder?
Winter naht! Nun freue dich,
Christkindlein kommt wieder!
Christkindlein, das Jesuskind
kommt vom Himmelsthrone,
dass es jedes gute Kind
hold und reich belohne.

Christkindlein! Da - siehst du's nicht
an dem Fenster flimmern?
Kind! Christkindleins Flügelpaar
sah ich eben schimmern!
Da... da... seh ich ganz genau
seine goldnen Locken, -
und nun hör ich auch den Klang
seiner Silberglocken! - - -

Eben jetzt - flog es davon!
Hast du's fliegen sehen?
Ach zu wieviel Kindern muss
doch das Christkind gehen!
Aber sieh! Was hängt denn da?
Blitzendes Geschmeide!
Christkindlein verlor wohl gar
Gold aus seinem Kleide!

Reines, lautres Himmelsgold
hat es fallen lassen.
Das kann auch gar leicht geschehn,
fliegt's so durch die Gassen.
Nimm es, und bewahr es dir,
mein geliebter Knabe.
Lichtgesponnen reines Gold!
Christkinds Wundergabe!


Emma Lehn 1848




Geboren ist das Christuskind


Die schöne Zeit, die liebste Zeit
Bei allen Leuten weit und breit,
Das ist der liebe Weihnachtstag,
An dem sich jeder freuen mag.

Den hat uns Gott der Herr bestellt,
Den herrlichsten in aller Welt,
Daß jung und alt und groß und klein
So recht von Herzen froh soll sein.

Geboren ist das Christuskind,
Durch das die Menschen selig sind,
Das alle so von Herzen liebt
Und ihnen Himmelsgaben gibt.

Und Himmelsgabe ist's, die heut'
Mir Elternliebe gütig beut,
Die Liebe ist's, - der Liebe Dank!
Der Liebe, die von Gott entsprang.


A. Busch 1896




Christkind kommt

Ihr Wolken, hemmt den raschen Lauf,
Ihr Sterne, flimmert sacht'!
Es geht das Thor des Himmels auf
In dieser heil'gen Nacht.
O Meer, erbrause hoch und laut,
Ihr Berge, neigt das Haupt
Vor dem, nach dem ihr alle schaut,
An den ihr alle glaubt.

Des Waldes Wipfel, neiget euch!
Verstreuet rings den Ruf,
Ihr Lüfte! Felsen, beuget euch!
Es naht, der euch erschuf.
Nur eins, nur eins liegt starr und todt,
Verachtet, Herr, Dein Licht -
Das Menschenherz in seiner Noth
Und Nacht erkennt Dich nicht!

Verlassen steht Dein Bethlehem,
Verwaist der Liebe Thron,
Es führt zu breit und zu bequem
Der Weg nach Babylon.
Hier lockt mit ihren Schätzen all
Frau Welt so weich, so lind':
Wer denkt da an den armen Stall,
Ans allerärmste Kind?

Den Engelsang, den überbraust
Der Wollust Symphonie:
Der Sänger Saiten schrill durchsaust
Des Goldklangs Melodie.
Die Ehre steht, der Glaube feil
Um schnöden Judaslohn;
Die Welt, sie sucht ein andres Heil,
Als Dich, der Jungfrau Sohn!

Drum flieh' aus trübem Städtekreis
Zur armen Hirtenschar,
Dort tönt ein Wort noch heimlich leis'
Vom Glück, das einstens war:
Vom Glück, das einstens schimmernd lag
Auf einer gläub'gen Welt,
Und welches finst'rer Mächte Schlag
Uns neidisch hat zerschellt;

Von Demuth, die im stolzen Haus
Mit Kindersinn gewohnt,
Und von dem Frieden überaus,
Der himmlisch sie belohnt.
Umsonst! Die Welt, so klug und alt,
Stürmt fort im Lustgebraus.
Ihr Tannenbaum glänzt leer und kalt -
Dich, Christkind, trieb sie aus!

Doch sieh, auch heut' in finst'rer Nacht
Noch strahlt ein Licht für Dich!
Die kleine Schar der Treuen wacht,
Sie betet, opfert sich;
Und ihres Mitleids Thräne rinnt,
Wenn Qual daniederringt
Die Welt, die alles klug ersinnt -
Nur nicht, was Rettung bringt!

So komm', Du Kindlein wunderbar,
Zu uns in heil'ger Nacht;
Hell funkelnd steht der Sterne Schar,
Lautlos der Berge Macht.
Des Meeres Orgel braust und klingt,
Stumm liegt die Erde da,
Doch eine Engelsstimme singt
Ein helles Gloria.


Franz Eichert




Christkinds Boten

Nun bricht der heil’ge Christtag an;
trüb glüht der Wintermorgen
um Niklas’ Klause, tief im Tann,
in Busch und Kluft geborgen.
Weit steht der Wald in ros’ger Pracht
gleichwie in Weihnachtskerzen!
Schon glüh’n, in Freude hold erwacht,
viel tausend Kinderherzen!


Schon heben in den Gründen an
die heil’gen Weihnachtsglocken!
Ein Lichtschein wandelt durch den Tann
die Rehlein stehn erschrocken.
Ein wonnesames Singen schallt
daher im Morgenwinde:
das Christkind wandelt durch den Wald
mit seinem Lichtgesinde.

Es sendet seine Boten aus,
durch Dorf und Stadt zu wallen.
"Heraus nun, Vater Nikolaus,
mit deinen Schätzen allen!
Schon naht der lieben Engel Schar:
im Frührot und vor Tagen
was du geschafft im ganzen Jahr
in Hütt’ und Schloß zu tragen!

"Mach auf! Mach auf!" Er läßt sie ein,
die lichten Himmelsknaben.
Fort schweben sie im Frührotschein
mit seinen Wundergaben.
Ob allen Tälern rauscht es sacht,
klingt es im Jubelschalle:
"Dies ist der Tag, den Gott gemacht!
Freut euch, ihr Kinder alle!"


Julius Lohmeyer 1835 - 1903




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